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NEWS

DIE KRISE DES WUPPERTALER SV (29.11.20)

Trainer Voigt vor Rauswurf?

FEST IM SATTEL? Diese Frage stellte der FUSSBALL-REPORT schon vor sechs Wochen. Die Schlappen gegen die U23-Teams von Fortuna Düsseldorf (0:3) und in Rheydt gegen die Borussen-Fohlen von Mönchengladbach (1:5) sorgten damals schon für Kopfschmerzen bei den Verantwortlichen des WSV. Ja, am letzten September-Wochenende, nach dem sechsten Spieltag in der Regionalliga, gab es bereits herbe Kritik an Trainer Alexander Voigt. Heute ist der WSV nach herben Enttäuschungen nur noch einen Punkt vom ersten Abstiegsplatz entfernt. Und Voigt ist immer noch da. Nach der 1:6-Pleite bei RWE und dem 0:1 gegen Wiedenbrück ist er aber angezählt. Noch eine Heimniederlage im Nachholspiel am Mittwoch am Zoo gegen Straelen – und Voigt wäre wahrscheinlich weg.
Es wäre aber falsch, nur den Cheftrainer als Schuldigen für die seit Wochen andauernde Krise auszumachen. Grebe, Königs, jetzt auch Pytlik flogen vom Platz. Dazu einige erkrankte und angeschlagene Spieler. Aber die haben auch die wesentlich schlechter besetzten Konkurrenten. Stellt sich aber die Frage, wer für diesen Kader verantwortlich ist. Sage und schreibe vier Oldies wurden verpflichtet. Folge. Die eingespielte Mannschaft, die bis auf Knechtel zusammenblieb, wurde auseinandergerissen. Das Überangebot in der Offensive sorgte für Kopfschütteln – nicht nur – bei den Beobachtern der Szene. Junge Talente schmorten dagegen auf der Bank, bekamen nur in den Schlussminuten eine Alibi-Chance.
Fazit: Es muss etwas passieren! Voigt, aber auch Küsters (Foto Jochen Classen) sollten Platz machen für Kollegen, die sich mit dem WSV identifizieren. Sonst wird der WSV tatsächlich nach 66 Jahren untergehen. MAO

FUSSBALL-REGIONALLIGA (28.11.20)

Rot für Pytlik, WSV sieht schwarz

Die Mannschaft hat nicht schlecht gespielt. Jedenfalls meinten das wieder Trainer Voigt und Sportdirektor Küsters, die die Niederlagen ihres WSV durch die rot-blaue Brille sehen. Die Realität sieht anders aus. Denn  auch bei der neuerlichen 0:1-Pleite gegen den SV Wiedenbrück gab es im Stadion am Zoo wieder mehr Schatten als Licht. Und erneut einen Platzverweis. Diesmal erwischte es Kevin Pytlik nach einer Viertelstunde wegen eines bösen Fouls. Der Abwehrspieler sah glatt Rot. Kein Zufall, dass die Gäste durch den ersten Saisontreffer von Kaptam nach einer Viertelstunde zum 0:1 kamen. Der gute WSV-Keeper Lübcke war machtlos, glänzte später aber bei weiteren Chancen Wiedenbrücks. Doppeltes Pech hatte der endlich wieder von Beginn an eingesetzte Torjäger Marzullo. Erst traf er den Pfosten, dann musste er kurz vor der Pause verletzt ausscheiden. Es sieht düster aus für den WSV: nur 15 Punkte aus 15 Spielen. Am kommenden Mittwoch (2.12.) muss im Heimspiel gegen Neuling Straelen unbedingt ein Sieg her. Ohne den gesperrten Pytlik (Foto) wird die verunsicherte Defensive nicht stärker sein. (Foto: Jochen Classen)

FUSSBALL-REGIONALLIGA (26.11.20)

WSV kassierte 1:6-Schlappe bei RWE

Gut, man kann gegen einen Spitzenreiter verlieren. Aber nicht so! Rot-Weiss Essen spielte beim 6:1 (2:1) wie ein Auf-, der WSV wie ein Absteiger. Essens Torjäger und Neuzugang Simon Engelmann "erschoss" die harmlosen Gäste quasi im Alleingang, konnte sich austoben und vier Treffer erzielen; seine Saisontore 11, 12, 13 und 14. Grote und Joker Platzek waren außerdem für RWE erfolgreich.
Und der WSV? Beyhan Ametov, einer der wenigen jüngeren Hoffnungsträger, hatte den WSV schon früh in Führung gebracht. Studtrucker hatte die Vorarbeit geleistet. Und Ametov hatte auch die letzte Chance für die enttäuschenden Wuppertaler, traf aber kurz vor Schluss das Essener Tor nicht. Ansonsten blieb der Angriff blass. Trainer Voigt hatte den erfolgreichsten Stürmer Marzullo wieder auf die Bank gesetzt. Er kam erst nach einer Stunde für den blassen Königs rein, der nach seiner Gelbsperre wieder eingesetzt wurde. In den nächsten vier Spielen muss der WSV, der weiterhin nur zwei Punkte vor den Abstiegsplätzen liegt, unbedingt gegen vermeintlich schwächere Teams antreten. Am kommenden Samstag stellt sich Wiedenbrück im Stadion am Zoo vor. Dann muss nicht nur Ametov (Foto) treffen. Er führt gemeinsam mit Marzullo mit fünf Treffern die interne Torschützenliste an. Königs erzielte bisher vier Tore. Alle drei WSV-Stürmer erzielten also genau so viele wie Engelmann von RWE, nämlich 14.... (Archivfoto: Jochen Classen)

HANDBALL BUNDESLIGA (24.11.20)

BHC ab nach Kassel
 
Kann der Bergische Handball-Club am kommenden Sonntag (29.11.20) seine Misserfolgsserie beenden? Der mit drei Siegen blendend gestartete BHC fiel nach den jüngsten drei Niederlagen auf Rang 13 zurück.hat in acht Spielen nur sieben Zähler geholt und reist als Außenseiter nach Kassel, wo um 18:30 Uhr das Match gegen MTV Melsungen beginnt. Mit dabei einer der Pechvögel. Aber der 24 Jahre alte Pole Maciej Majdzinski ist nach seinen Verletzungspausen wieder dabei, deutete nicht nur mit seinen drei Treffern bei der 29:31-Niederlage in Düsseldorf gegen die Berliner Füchse sein Können an. Erneut konnte der BHC nicht im ISS Dome punkten, wie in den acht Begegnungen vorher. Nun kehrt das Team wieder in die heimische Solinger Klingenhalle zurück. In der Wuppertaler Unihalle gab es das letzte Bundesligaspiel im Dezember 2019. Geplant waren vereinzelte Spiele des BHC nach der WM-Pause im Januar 2021. Aber das Vorhaben steht noch in den Sternen, weil in der Uni-Halle wahrscheinlich ein Impfzentrum eingerichtet wird. Für Konkurrent Eulen Ludwigshafen ist solch ein Vorhaben schon Realität. Sie stehen ab Dezember ohne Halle da, weil die Stadtverwaltung Ludwigshafen entschieden hat, in der Friedrich-Ebert-Halle ein Impfzentrum einzurichten. (Foto: Odette Karbach)

HANDBALL IN SOLINGEN (21.11.20)

BHC verliert, Gräfrath gewinnt

Während die Bundesliga-Herren des BHC gegen die Füchse Berlin in Düsseldorf mit 29:31 verloren, siegten die Solinger Zweitliga-Frauen in der Klingenhalle mit 34:29 und setzten ihre Erfolgsserie fort.

Aber schon zwei Tage vor dem Match freute man sich im Lager des HSV Gräfrath über die Unterschrift, die Torjägerin Vanessa Brand (Foto) unter einen neuen Zweijahresvertrag setzte. Auch Mandy Reinartz verlängerte bereits frühzeitig ihren Vertrag. Beide Spielerinnen trumpften dann auch gegen Rödertal auf. Brand mit 13 Treffern und Reinartz als Spielmacherin und dreifache Torschützin. Ebenfalls dreimal trafen Sissi Penz und Lara Karathanasis.
Die Männer des BHC können einfach nicht ihre "Heimspiele" im ISS Dome gewinnen. Sechs Tage nach dem 27:32 gegen Kiel gab es diesmal eine 29:31 - Niederlage gegen die Berliner Füchse. Dem BHC unterliefen zu viele technische Fehler, hätten aber einen Punkt verdient gehabt. Die Tore erzielten  Darj 5, Gunnarsson 4/3, Majdzinski 3, Babak 3, Gutbrod 4, Schmidt 5. Für Berlin waren Milosavljev 1, Wiede 4, Holm 6, Gojun 1, Andersson 2, Lindberg 10/6, Freihöfer 3, Matthes 2, Koch 1, Drux 1 erfolgreich. (Archivfoto: Odette Karbach)


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