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  NEWS

HANDBALL VERBANDSLIGA (05.02.23)

CRONENBERGER UNTERLIEGEN DEN PANTHERN

Der 16. Spieltag hielt für das Cronenberger Publikum einen Leckerbissen bereit: Die Bergischen Panther kamen ins Sportzentrum Küllenhahn. Ein hartes Stück Arbeit für die Hausherren, die ab der 5. Spielminute die Führung der Gäste nicht ausbremsen konnten. Beim 9:18 ging es in die Kabinen. In der ersten Halbzeit machte Linksaußen Philipp Baier bereits 6 seiner insgesamt 9 Treffer für die Zweitvertretung der Bergischen Panther. Und wie war der Topscorer der Cronenberger TG aufgelegt? Janis Löwenstein trug 7 Treffer zum Spielergebnis bei. Allerdings mit einer mageren Ausbeute bis zum Pausendrink. Im zweiten Durchgang ließen die Mannen um Trainer Erwin Reinacher nichts anbrennen, auch wenn die Aufholjagd der Cronenberger kurz vor Schlusss noch für Spannung sorgte. Dennis Röhrig traf zum 28:30, doch dieser Spielstand wurde durch die Sirene zum Endergebnis. Am Samstag steigt die Begegnung der Cronenberger TG gegen den LTV Wuppertal II nicht in der Buschenburg. Der Ligaprimus, der beim TB Wülfrath seine zweite Saisonniederlage einstecken musste, hat das Heimrecht getauscht und tritt in Cronenberg auf. (Fotos: Odette Karbach)

HANDBALL FRAUEN 2. LIGA (05.02.23)

HSV SOLINGEN GEWINNT IN HARRISLEE

Der Rückrundenstart führte den HSV Solingen-Gräfrath an die dänische Grenze. Beim TSV Nord Harrislee siegte der HSV vor 219 Zuschauern 26:32 (11:18) und verteidigte mit dem dritten Sieg in Folge die Tabellenführung. Erfolgreichste Werferinnen waren Madita Jeß (13/3) für die Nordfrauen und Pia Adams (9/2) für Solingen.

In der kalten Holmberghalle kamen die Gräfratherinnen, bei denen Linksaußen Lucy Jörgens und Nachwuchs-Kreisläuferin Lina Seiffarth krankheitsbedingt fehlten, recht schnell auf Betriebstemperatur und erzielten bereits in der dritten Minute das 3:1 durch Rechtsaußen Merit Müller. Doch die wurfstarke Madita Jeß hielt Harrislee im Spiel und glich mehrfach für ihre Mannschaft aus. Mehr ließen die Gräfratherinnen nicht zu. Torhüterin Natascha Krückemeier zeigte einige Klasseparaden und Spielmacherin Pia Adams entwickelte sich mit zunehmender Spieldauer zur sicheren Torschützin. Bis zur Pause hatte sich das Team von Trainerin Kerstin Reckenthäler einen 18:11-Vorsprung erarbeitet. Wie so oft in dieser Saison war es Pia Adams, die das Ergebnis mit zwei Treffern in Folge gleich nach Wiederanpfiff auf 20:11 schraubte (33.). In den letzten 20 Minuten ließen die Solingerinnen ein wenig die Zügel schleifen, sodass die Gastgeberinnen ein paar Tore aufholen konnten. Stine Jansen konnte den Abstand auf fünf Tore verkürzen (25:30, 56.), aber erneut Pia Adams sorgte mit ihren Treffern acht und neun für klare Verhältnisse. „Es ist immer schwer, in Harrislee und gegen Madita Jeß zu spielen. Wir haben uns gut vorbereitet und sind nicht einmal in Rückstand geraten. Meine Mannschaft hat das über weite Strecken gut gelöst“, zeigte sich Kerstin Reckenthäler nach dem Speil zufrieden. Nach zwei Auswärtsspielen empfängt der HSV am kommenden Samstag den starken Aufsteiger HC Rödertal in der Klingenhalle. Vor dem Match an der dänischen Grenze hatten die Solingerinnen noch Ostseeluft im Flensburger Hafen geschnuppert. (Foto: Ute Fuchs)

FUSSBALL REGIONALLIGA (04.02.23)

WSV DEKLASSIERT BOCHOLT MIT 5:1

Nur zwei Torschützen – aber fünf Treffer. So kann es weitergehen. Der Tabellendritte in Liga vier, der Wuppertaler SV, startete mit einem deutlichen Sieg ins Pflichtspieljahr 2023. Die Schützlinge von Trainer Hüzeyfe Dogan gewannen am ersten Samstagnachmittag im Februar vor nur 1500 Zuschauern im Stadion am Zoo gegen den 1. FC Bocholt mit 5:1 (3:0). „Natürlich bin ich mit den Leistungen und mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, lobte Dogan sein Team, das schon in der ersten Halbzeit die Weichen zum erwarteten Dreier stellte. Ein Dreier gelang auch Torjäger Semih Güler, der die interne Torliste mit elf Treffern anführt. Vor Kevin Hagemann (8), dem ein Doppelpack in Halbzeit eins gelang. (Foto: Jochen Classen)

GEHÖRLOSEN FUTSAL-DM (03.02.23)

SPORTFREUNDE DÖNBERG LADEN EIN

In Wuppertal steigt die Deutsche Gehörlosen Futsal-Meisterschaft 2023 der Frauen und Männer. Dazu bieten sich im Stadtgebiet drei Sporthallen an. Während die Frauenteams an der Adlerbrücke spielten, ging es für die Herrenteams am Freitag im Sportzentrum Küllenhahn um die Platzierungen. Dem Gastgeber SF Dönberg blieb es natürlich vorbehalten, das Turnier mit dem ersten Spiel in Gruppe A zu eröffnen. Das war gleich eine harte Nuss für die Lokalmatadoren, denn mit dem GSV Karlsruhe stand ihnen der Vizemeister 2022 gegenüber, der die Partie mit 2:1 für sich entschied. Der amtierende Deutsche Futsal-Meister der Gehörlosen, die GSG Stuttgart, wurde in Gruppe B herausgefordert.

Am Samstag werden die Finalspiele der Frauen in den Küllenhahner Hallen ausgetragen. Einzig das  Endspiel findet ab 17:30 Uhr in der Unihalle statt. Auch die besten acht Herrenteams sind am Samstag auf dem Grifflenberg gefragt, um in der Unihalle mit den Viertelfinalspielen zu starten. Wer sind die acht besten Teams? Zu den A-Gruppensiegern machten sich der GTSV Essen und der GSV Karlsruhe, gefolgt vom Hamburger GSV und dem GSC Frankenthal. Gruppe B führt der GSV Düsseldorf an, gefolgt von der GSG Stuttgart, dem GTSV Frankfurt und dem Berliner SC Comet. Das Finale der Herren ist für 18:30 Uhr angesetzt. (Fotos: Odette Karbach)

FUSSBALL TALK (01.02.23)

OTTO REHHAGEL: „SIND AUCH GRIECHEN IM SAAL?“

Wie eine Burg prunkt die Bergische Universität über die Stadt Wuppertal. Am Dienstagnachmittag kam hoher Besuch aus Essen zum Grifflenberg. König Otto gab sich die Ehre und wurde im Gebäude K begrüßt. Kulttrainer Otto Rehhagel folgte der Einladung von Prof. Dr. Matías Martínez. Und wenn sich das Gespräch um „die Faszination des Fußballspiels“ dreht, drängten sich neben den Studierenden eben auch viele Anhänger des prominenten Talkgastes in den Hörsaal 32. Dieser war bereits um 16 Uhr gut gefüllt, sodass auch Stehplätze und Sitzgelegenheiten auf den Treppenstufen genutzt wurden. Rehhagel ließ es sich nicht nehmen, eine Frage in die Menge zu werfen: „Sind auch Griechen im Saal?“. Natürlich waren griechische Gäste gekommen, für die der Gewinn der Europameisterschaft 2004 mit Nationaltrainer Otto Rehhagel ein unvergessliches Erlebnis war und zur größten Überraschung der europäischen Fußballgeschichte gehört. Gastgeber Prof. Dr. Matías Martínez - chilenischer Literaturwissenschaftler und Germanist – hatte sichtlich Spaß am Interview mit dem gutgelaunten und rege plaudernden Otto Rehhagel. Der 84-Jährige ließ einige Highlights seiner Spieler- und Trainerkarriere Revue passieren und zeigte sich dankbar, dass er das bewegte Leben seit 60 Jahren an der Seite seiner Ehefrau Beate verbringen darf. Und welcher Spieler hat ihn besonders beeindruckt? „Wynton Rufer!“, hieß die prompte Antwort. Rehhagel bestätigt „Kiwi“, wie der aus Neuseeland stammende Stürmer gern genannt wurde, als einen außergewöhnlichen Spieler und fuhr fort: „Der hatte alle Qualitäten. Rechts, links, Kopfball!“ Neben dem Werder-Aushängeschild und Sympathieträger hat auch der Norweger Rune Bratseth ein besonderes Plätzchen in Rehhagels Erinnerungen an seine Zeit im Weserstadion. Übrigens, so ließ uns Professor Martínez wissen, verwendet er eine Luftbildaufnahme des Weserstadions als sein whatsapp-Bild. In der Stunde im Hörsaal 32 vermischten sich viele Emotionen mit ein paar kurzen Gesangseinlagen von Otto Rehhagel. Er ist erfüllt mit seinem Wirken auf der Fußballbühne in den Dekaden, in denen ein Trainer noch bestimmen durfte, welche Spieler geholt wurden und bemängelt: „Heute reden sogenannte Kaderplaner den Trainern rein.“ Der begehrte Gast war im Anschluss noch für Autogramme gefragt, verabschiedete sich mit einem Lachen aus der Talkrunde, mit den Worten: „Ich bin zufrieden. Ich habe meine Beate und noch ein bisschen Geld aus Griechenland.“ (Fotos: Odette Karbach)


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